Markus Gödde war ein kompetenter Ansprechpartner, um sich über den Stand der Technik und Einsatzmöglichkeiten in der Praxis zu informieren

Rüthen. Zu einer kurzweiligen Veranstaltung hatte die Bürgergemeinschaft Rüthen (BG) auch alle interessierten Bürger zu Mobilitätscoaching Gödde eingeladen, um sich über das Thema „E-Mobilität" zu informieren. Etwa 20 interessierte Teilnehmer diskutierten engagiert über Chancen und Herausforderungen dieser Zukunftstechnologie. Zukunftsthemen spielen bei Mobilitätscoaching Gödde eine wichtige Rolle. Markus Gödde hat die Fahrschule seines Vaters Wilhelm 1997 übernommen und neben zusätzlichen Standorten auch das Fahrschulangebot erheblich erweitert. Neben MPU-Vorbereitungen, Schulungen im Alter und Berufskraftfahrerausbildungen werden in der Fahrschule auch Personen mit Handicap ausgebildet.
Auch die E-Mobilität steht bei Mobilitätscoaching Gödde im Blickpunkt. Bereits seit den Anfängen der Elektromobilität hat sich Markus Gödde intensiv mit dem Thema beschäftigt. So ist es nicht verwunderlich, dass Fahrschule Gödde nach eigener Aussage das erste E-Fahrschulfahrzeug im Kreis Soest einsetz te. Heute sind neben sieben Diesel-Pkw auch sechs E-Autos im Ausbildungsbetrieb. Die Fahrschule verfügt über 14 Schnellladesäulen und plant noch weitere zu erstellen, auch für LKW. Hintergrund der Umstellung auf Elektromobilität sind die Ziele der EU-Kommission, ab 2035 nur emissionsfreie PKW zuzulassen. Schädliche Treibhausgase sollen nach Auskunft der BG im Verkehrssektor bis 2030 um mindestens 55% gegenüber 2021 reduziert werden. In Europa sind danach die nordischen Länder, insbesondere Norwegen, führend bei den E- Auto Neuzulassungen, Blickt man nach China, so erfährt das Land laut der BG die größten Steigerungsraten an Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen und auch der Weltmarkt bewege sich in Richtung Elektromobilität.
Auch wenn das plötzliche Aussetzen der E-Auto-Förderung Dynamik einen Dämpfer in den deutschen Zulassungszahlen beschert hat, sei die Antriebsart langfristig nicht aufzuhalten. Neben reinen Elektroantrieben sind weitere Antriebsarten auf dem Markt, wie beispielsweise Hybrid oder Plug-In Fahrzeuge. Auch der Einsatz von E-Fuels und Wasserstofftechnologie wurde diskutiert, betrachtet wurden auch die energieintensiven, che mischen Umwandlungsprozesse, die nach dem momentanen Technikstand hohe Energieverluste aufweisen.
Auch die nach Aussage der BG oft kontrovers diskutierten Bereiche wie der Rohstoff-Bedarf, Brandlast, Ladeinfrastruktur, Stromnetze, Alltagstauglichkeit, Reichweite, Fahren im Winter, Kosten, C02-Footprint und Umweltverträglichkeit wurden betrachtet und abgewogen. Bezüglich der Gesamtkosten sei ein Elektrofahrzeug oft günstiger, insbesondere bei einer eigenen Photovoltaikanlage. Aber auch der regelmäßig anfallende Ölwechsel fällt weg und der Halter sei von der KFZ-Steuer befreit. Der Blick in die nahe Zukunft bringt nach Aussage der BG noch einen weiteren Vorteil:
Eine bidirektionale Wallbox mit Wechselrichter kann zukünftig das Auto laden oder Strom ins Netz einspeisen. So kann das EFahrzeug als Speichermedium in der Haustechnik eingesetzt werden. Wertvoll waren auch die Faktenchecks, die halfen, einige Vorurteile, Mythen und veraltete Sichtweisen besser einordnen zu können. Die BG Rüthen bedankte sich herzlich bei dem Team von Mobilitätscoaching Gödde und besonders bei Markus Gödde für die informative Veranstaltung.