Rüthen – Ein Blick auf die politische Arbeit in Rüthen und im Kreis, zahlreiche weitere Veranstaltungen im Stadtgebiet sowie die Kommunalwahl waren Themen auf der Jahreshauptversammlung der Bürgergemeinschaft Rüthen (BG).
Vorsitzende Susanne Dönnecke nannte die Kreis-BG als übergeordnete Stelle, an der dortigen Arbeit beteiligt sich der Ortsverein Rüthen mit der Mitarbeit in verschiedenen Ausschüssen und Gremien. Geblickt wurde auf die anstehenden Kommunalwahlen, für die sich die BG in Rüthen wie im Kreis gut aufgestellt sieht. Wahlkampf analog und digital war dabei ein Thema. Kritik hatte Rüthens Vorsitzende an der Zustimmung der Kreis-BG zu dem Kreishaushalt.
Der Landesverband hatte sich nach Diskussionen von einer Zusammenarbeit mit den Freien Wählern distanziert, wenn sich das in der Arbeit bestätigt, überlegt Rüthen auch wieder in den Landesverband einzutreten. Die Mitgliederzahl ist mit 32 konstant geblieben, Susanne Dönnecke lobte die engagierte und kreative Zusammenarbeit der BG in Rüthen. Die Vorsitzende der BG Ratsfraktion, Annette Herbst-Köller, ging in ihrer Rede auf die Lokalpolitik und die Arbeit der BG ein. Daher freute sie sich über die beantragte Stelle für Schul- und Sozialarbeit an dem Friedrich-Spee-Gymnasium. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden gehe gut voran. Den Anträgen auf eine Reduzierung der Ratsmitglieder, eine Grundsteuer auch auf unbebaute Grundstücke und eine Abwassergebühr, die Wassersparen belohnt, wurden vom Stadtrat abgelehnt. Ein barrierefreier Eingang in städtische Gebäude war ein weiteres Thema, an dem bunten Nachmittag der Stadt für Senioren hatte die BG mitgeholfen. Außerdem wurde eine Demonstration für Demokratie unterstützt.
In Berlin nahm der Ortsverein zu dem Thema Wattbewerb an einem Empfang im Schloss Bellevue teil. Die Grundsteuer möchte die BG differenziert haben, deshalb hatte der Ortsverein den städtischen Haushalt abgelehnt.
Insgesamt bezeichnet die BG den Haushalt als desolat und hatte keine Anträge für weitere Ausgaben gestellt. Neben dem Kassenbericht von Thomas Rüther hatte Susanne Dönnecke auf der Jahreshauptversammlung noch ein klares Statement zu dem Politikverständnis der BG: Man mache immer engagierte Arbeit, nicht nur im Wahlkampf, der in den kommenden Wochen ansteht. Im weiteren Ausblick plant die BG eine Fahrt nach Blomberg, zu der sich die Mitglieder noch anmelden können.
Quelle: Der Patriot, 29.03.2025, Autor: M. Kloer, Foto: M. Sauerland
Rüthen – Die „Selbstfürsorge im Katastrophenfall“ war Thema eines Vortrages, zu dem BG-Vorsitzende Susanne Dönnecke als Referenten Kreisbrandmeister Thomas Wienecke in dem Bürgersaal begrüßte. Wienecke wünschte sich eine Mentalitätsänderung. „Wo endet Feuerwehr und wo fängt Selbstvorsorge an?“, wollte er abgrenzen. Es müsse nicht immer ein Großbrand sein – Stromausfälle und andere Katastrophen waren die Schwerpunkte seines Vortrags.
Als Gründe für einen flächendeckenden Stromausfall nannte Wienecke beispielsweise Netzüberlastung, menschliches Versagen oder Sabotage. Kritik hatte er am Datenschutz: Wichtige Sachen wie die Stromversorgung seien im Internet ersichtlich und nicht geschützt, andere hingegen zu viel. In Sachen Sabotage geschehe nach Einschätzung des Kreisbrandmeisters momentan Unglaubliches im Land. Drohnenflüge und anderes beunruhigen ihn.
Kein Internet und keine gekühlten Lebensmittel
Während Orte früher dreifach gegen Stromausfälle gesichert waren, sei es aus wirtschaftlichen Gründen heute eine zweifache oder einfache Sicherung, so der Kreisbrandmeister. In seinem Vortrag gab Wienecke einen Überblick darüber, was alles bei einem flächendeckenden Stromausfall betroffen sein könnte: Während Trinkwasser und Abwasser „einigermaßen im Griff“ seien, warnte er vor nachlassenden Akkus.
Zudem gebe es kein Internet mehr, Telefonnetze versagten, Aufzüge blieben stecken und die Kühlung von Lebensmitteln werde unterbrochen. Zeitverzögert drohe der Ausfall von Radiosendern und der Bargeldversorgung, später kann auch der Digitalfunk versagen, prophezeite Wienecke weiter.
Krankenhäuser und Feuerwehrstellen bezeichnete er im Katastrophenfall als Leuchttürme, daneben gebe es auch Notaufenthaltsorte, deren Betrieb für hilfsbedürftige Personen teils noch organisiert wird. Neben Strom geht es beispielsweise auch um Notmedikation, ärztliche Versorgung und Wärmepunkte.
Für ein Desaster hält der Kreisbrandmeister fehlende Notstromversorgung in kritischen Bereichen wie Dialysezentren, Alten- und Pflegeheimen. „Für Schweineställe sind Notstromaggregate Pflicht“, polarisierte er. Die Feuerwehr könne das nicht stemmen, dort habe man Krankenhäuser im Blick.
Ein Grill für den Katastrophenfall
Thomas Wienecke erklärte den Anwesenden aber nicht nur, was alles ausfallen könnte, er gab ihnen auch Tipps mit: Er nannte Broschüren und Checklisten zur Selbsthilfe, beispielsweise auf der Internetseite des Kreis Soest als Informationsquellen.
Für einen flächendeckenden Stromausfall von mehreren Tagen, riet er zu entsprechender Bevorratung, auch von Tiernahrung, und der Anschaffung eines Grills, um Essen zuzubereiten. Er empfahl, Vorräte wegen der Haltbarkeit – und auch mit Blick auf Platzprobleme beim Lagern – zu verbrauchen und anschließend zu erneuern.
Zudem betonte Wienecke die Wichtigkeit von moralischen Werten wie Hilfe und Menschlichkeit.
Neben einem Stromausfall könnten auch Unwetter ein Grund für Katastrophen sein. „Erwartet nicht zu viel von der Feuerwehr“, ermahnte Wienecke und nannte die Aufgaben der Wehr in einem solchen Fall: Warnung der Bevölkerung, Wasser pumpen, Sandsäcke befüllen und für mobilen Hochwasserschutz sorgen. Die Bevölkerung müRüthen – Die „Selbstfürsorge im Katastrophenfall“ war Thema eines Vortrages, zu dem BG-Vorsitzende Susanne Dönnecke als Referenten Kreisbrandmeister Thomas Wienecke in dem Bürgersaal begrüßte. Wienecke wünschte sich eine Mentalitätsänderung. „Wo endet Feuerwehr und wo fängt Selbstvorsorge an?“, wollte er abgrenzen. Es müsse nicht immer ein Großbrand sein – Stromausfälle und andere Katastrophen waren die Schwerpunkte seines Vortrags.sse Verständnis für eine priorisierte Abarbeitung haben.
Weitere Tipps zur Vorsorge und Selbsthilfe: www.bbk.bund.de
Quelle: Der Patriot, 26.03.2025, Autor: M. Kloer, Foto: M. Sauerland
BG Rüthen, Breitenbuscher Weg 30, 59602 Rüthen
Rüthen, den 15.03.2025
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Weiken,
die BG-Fraktion bittet darum, diesen Antrag auf die Tagesordnung der nächsten
Stadtvertretungssitzung am 02.04.2025 zu setzen.
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
gez. Annette Herbst-Köller
Antrag:
Hiermit stellen wir den Antrag, dass ein Online Tool „Energiemonitor“ für die Stadt Rüthen installiert wird.
Begründung:
Auch Rüthen ist an der Energiewende beteiligt, indem auf städtischem Gebiet Energie aus erneuerbaren Energien produziert und auch verbraucht wird. Damit sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Politik einen transparenten Einblick in die Energieproduktion und den -verbrauch bekommen, soll der Grundversorger Westnetzt ein Online Tool „Energiemonitor“ für Rüthen installieren. Damit könnte z.B. der Eigenversorgungs-grad sowie der Anteil erneuerbarer Energien an der kommunalen Stromversorgung täglich oder bei Bedarf auch in längeren Zeiteinheiten nachverfolgt werden.
Das Tool möge in der Sitzung von dem/r zuständigen Mitarbeiter/in vorgestellt werden, um alle Möglichkeiten der Anwendung darzustellen.

Seit vielen Jahren wünscht sich die BG ein Ärztehaus und bedankt sich für das Engagement und die Investition bei dem Investor und Apotheker Gunnar Witthaut in eine auch zukünftig gute ärztliche Versorgung in Rüthen.

Herzlichen Glückwunsch den Fachärzten Stephan Kura und Sarah Bürger zum neu eingerichteten Hausarztzentrum in den Räumen des Ärztehauses. Die BG wünscht allen Beteiligten viel Erfolg für die Zukunft.

Die BG unterstützt die Windkraftanlagenprojekte bei Meiste und Kneblinghausen und begrüßt besonders die geplanten Bürgerwindkraftanlagen.

Mit großem Interesse verfolgten wir wiederholt die vielfältigen Aufgaben sowie das große Engagement der Feuerwehr bei der jährlichen Dienstbesprechung der Feuerwehr.
BG - Wir sind für Sie da!
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Weiken,
sehr geehrte Damen und Herren,
schon im letzten Jahr wurden unsere Anträge für den Haushalt von den Grundsätzen Einsparungen und Haushaltsdisziplin geleitet. Einspar- bzw. Einnahmemöglichkeiten wurden z.T. leider abgelehnt. Aufgrund der desolaten Haushaltssituation und damit der drohenden Haushaltssicherung nach Verbrauch der Rücklagen ab dem Haushaltsjahr 2028 sieht die BG Fraktion keine finanziellen Spielräume für zusätzliche Ausgaben. Ganz im Gegenteil bitten wir darum, die Investition in den Aufzug des FSG zeitlich nach hinten zu verschieben.
Die BG favorisiert weiterhin das selbstständige Betreiben von zukünftigen Windkraftanlagen an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet durch die Stadt.
Unseren wiederholten Anträgen zur Installation von Photovoltaik-anlagen, die größtenteils sukzessiv umgesetzt wurden, verdanken wir langfristig Einsparungen bei den zukünftigen Energiekosten. Dies war sehr zukunftsorientiert und begrüßen wir sehr.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Annette Herbst-Köller